Servervirtualisierung mit Hyper-V oder VMWare

Von | Oktober 16, 2014

In einer voll virtualisierten Umgebung ist es wichtig, dass auch eine Servervirtualisierung realisiert werden kann. Dafür gibt es eine Reihe von Lösungsmöglichkeiten.

Nicht jeder Hypervisor ist in der Lage alle gängigen Betriebssysteme mit einer hohen Leistung zu betreiben. Eine Servervirtualisierung mit Hyper-V oder VMWare ist aber durchaus sehr effektiv möglich. Diese werden auch in den Rechenzentren mittelständischer Unternehmen und natürlich von großen Unternehmen zum Einsatz gebracht. Hyper-V oder VMWare verfügen über eine moderne Virtualisierungstechnologie, mit deren Hilfe sich hohe Geschwindigkeiten erzielen lassen. Entscheidend bei diesen Geschwindigkeiten ist nicht nur die CPU-Leistung., wobei im Rahmen der Servervirtualisierung vor allem die I/O-Leistung eine Rolle spielt. Ist diese nicht annähernd so hoch, wie in er nicht virtualisierten Server-Umgebung, dann ist schon fast vorprogrammiert, dass die Kosten steigen, weil zusätzliche und leistungsstärkere Hardware beschafft werden muss.

Leistungsverluste verhindern

In der heutigen voll virtualisierten Umgebung von einem Server, in der ein Betriebssystem unmodifiziert läuft, ist die I/O-Leistung unzureichend und sie erreicht teils tatsächlich nur ca. 30 Prozent der Bare-Metal-Leistung. Grund dafür ist, dass das Gastbetriebssystem für I/O ausschließlich echte Hardwaretreiber verwendet. Damit das auch funktioniert, muss vom Hypervisor aus die I/O-Befehle für Netzwerkkarten, für die Festplatten- und für die Fibre-Channel-Controller abgefangen werden. Unwillkürlich führt dies zu ganz erheblichen Verlusten bei der Leistung. Eine Servervirtualisierung ist damit unumgänglich.

Hyper-V

hyper-v replica

Replica mit Hyper-V

Eine Lösung stellt Hyper-V dar, eine Microsoft Virtualisierungslösung . Diese läuft unter Windows 2008 und 2008 R2 sowie den Windows-Gastbetriebssysteme , wo sie mit optimaler Performance betrieben werden kann. Die Nutzer haben durch Hyper-V die volle Treiberunterstüzung. Dies versetzt die Nutzer in die Lage Speicherplatz direkt aus dem dem Hypervisor zu beziehen. Optimiert wird durch Hyper-V auch das Prozessscheduling. Schon in Benchmarks bemerkt der Nutzer eine höhere gefühlte Bediengeschwindigkeit bzw. fast keinen Unterschied zu der Host-Maschine.

VMware

VMWare Ready

Die Lösung VMware vSphere, ist indes der Hypervisor, der gewählt werden sollte, wenn der Nutzer einen Mittelweg beschreiten möchte zwischen einer guten paravirtualisierten Unterstützung durch Windows und Linux. Beide Betriebssysteme werden von VMware unterstützt. Allerdings gibt es einige Einschränkungen. Und zwar wenn der paravirtuelle SCSI-Treiber genutzt wird. Dieser bietet 12 Prozent mehr Leistung wie der emulierte LSI Logic Controller. Dann muss ein Betriebssystem verwendet werden, welches die PVSCSI-Schnittstelle unterstützt. Doch alle Betriebssysteme sind für die Netzwerktreiber von VMware paravirtuell und bieten entsprechend eine zufriedenstellende bis gute I/O-Leistung. Im Bezug auf die Speicherverwaltung geht VMware eigene Wege. Der physische Hauptspeicher wird dabei einer Gastmaschine nur in dem Fall zur Verfügung gestellt, wenn diese auch tatsächlich auf den Speicher zugreift. Auf diese Weise wird eine recht dynamische Hauptspeicherverwaltung durch den Hypervisor erreicht. Und zwar ohne dass das Gastbetriebssystem wirklich explizit unterstützt werden muss.

Fazit

Wer einen Server virtualisieren möchte, der sollte sich zuvor einige Gedanken über den Hypervisor machen. Denn nicht jeder Hypervisor bietet bei jeder Gelegenheit tatsächlich die optimale Performance. Dies hängt vor allem davon ab, was für ein Gastbetriebssystem betrieben werden soll.